Mit drei Monitoren reicht eine Liste. Mit dreißig fängt das Suchen an: Welche gehören zum Kunden, der gerade anruft? Welche sind nur Testsysteme? Wer ist für den ausgefallenen eigentlich zuständig? Tags beantworten diese Fragen, ohne dass du Namen immer länger machen musst.
So funktionieren Tags in Uptime
- Ein Monitor kann bis zu 10 Tags tragen, jeder höchstens 30 Zeichen lang.
- Groß- und Kleinschreibung zählt nicht: „Produktion“ und „produktion“ werden zu einem Tag zusammengeführt.
- Im Monitor-Formular schlägt das Tag-Feld die Tags vor, die dein Team schon benutzt. Das hilft gegen Tippfehler und Doppelungen.
- Im Dashboard filterst du über die Tag-Leiste. „Ohne Tag“ zeigt dir, was noch keine Ordnung bekommen hat.
- Der Schalter „Liste | Gruppen“ gruppiert die Monitore: eine einklappbare Karte pro Tag.
Nach welcher Achse ordnest du?
Bewährt haben sich wenige, klar getrennte Achsen. Du musst nicht alle nutzen, aber jede, die du nutzt, sollte für jeden Monitor gesetzt sein.
- Umgebung: Produktion, Staging, Entwicklung. Die wichtigste Achse, weil ein Ausfall im Testsystem keinen Alarm um Mitternacht wert ist.
- Kunde oder Projekt: Damit siehst du beim Anruf sofort, ob bei dieser Person etwas brennt.
- Zuständigkeit: Team oder Person, die sich kümmert, etwa Backend, Infrastruktur oder Betrieb.
- Wichtigkeit: zum Beispiel kritisch und normal. Sparsam einsetzen, sonst ist bald alles kritisch.
Ein Tag oder mehrere?
Ein Tag pro Achse ist der Normalfall: ein Monitor hat eine Umgebung, einen Kunden, eine Zuständigkeit. Dass ein Monitor mehrere Tags trägt, ist gewollt, denn genau so schneidest du die Liste später auf beide Arten zu. Schwierig wird es, wenn ein einzelnes Tag mehrere Dinge zugleich ausdrückt, etwa „kunde-a-produktion“. Dann brauchst du für jede Kombination ein neues Tag und kannst nicht mehr nach „Produktion“ allein filtern. Trenne die Achsen lieber in getrennte Tags.
Wie viele Tags sind genug? Meist zwei bis vier pro Monitor. Das Limit von 10 ist eine Obergrenze, kein Ziel.
Benennung: lieber langweilig und gleich
- Eine Schreibweise im ganzen Team: Singular oder Plural, Deutsch oder Englisch, aber nicht gemischt.
- Kurz und ohne Leerzeichen-Tricks, damit sie in der Tag-Leiste lesbar bleiben.
- Der Name sagt, was es ist, nicht wie dringend du es gerade findest. „Produktion“ bleibt wahr, „wichtig-diese-woche“ nicht.
- Nimm im Formular die Vorschläge, statt neu zu tippen. So entstehen keine Varianten wie „prod“ und „produktion“ nebeneinander.
Das entspricht dem, was auch für Ressourcen in Cloud-Umgebungen empfohlen wird: eine einheitliche Tagging-Strategie, nach Zweck, Team und Umgebung, erleichtert das Filtern und unterstützt den Betrieb im Störungsfall. Die Idee ist dieselbe, nur kleiner.
Was das im Störungsfall bringt
Wenn mehrere Monitore gleichzeitig rot sind, hilft die Gruppenansicht: Du siehst pro Tag, ob alles in einer Gruppe betroffen ist. Fallen alle Monitore eines Kunden aus, liegt die Ursache wahrscheinlich bei ihm oder bei einem gemeinsamen Dienst. Ist nur ein Monitor betroffen, suchst du bei genau diesem. Das ist eine Daumenregel, kein Beweis, aber sie sagt dir, wo du zuerst hinsiehst.
Mit dem Tag-Filter blendest du zudem aus, was gerade nicht zählt. Filtere auf „Produktion“, und das ausgefallene Testsystem lenkt dich nicht ab. Filtere auf das zuständige Team, und es sieht nur seine eigenen Monitore.
Checkliste
- Jeder Monitor hat eine Umgebung.
- Jede Achse, die du nutzt, ist für alle Monitore gesetzt. „Ohne Tag“ im Dashboard sollte leer sein.
- Pro Achse ein Tag, nie mehrere Dinge in einem.
- Einheitliche Schreibweise, Vorschläge benutzen.
- Zwei bis vier Tags pro Monitor genügen.
- Neue Monitore bekommen ihre Tags beim Anlegen, nicht „später“.



