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Was eine Uptime-Prüfung sieht – und was nicht

HTTP, TCP, Ping und DNS beantworten unterschiedliche Fragen. Wer weiß, was eine Prüfung wirklich misst, wählt den richtigen Monitor.

Laptop mit Diagrammen zu Ladezeiten

„Die Seite ist erreichbar“ kann vieles heißen. Jede Art von Prüfung stellt eine andere, genau umrissene Frage. Hier steht, welche.

HTTP: antwortet der Webserver sinnvoll?

Uptime ruft die Adresse auf und wertet den Statuscode aus. 200 bis 399 gilt als erreichbar, also auch Weiterleitungen. 404, 500 oder 503 gelten als Ausfall, ebenso eine Zeitüberschreitung oder ein Fehler beim Verbindungsaufbau.

Nicht gesehen wird, was hinter einem korrekten Statuscode steckt: Eine Seite, die mit Status 200 eine leere Fehlermeldung ausliefert, gilt als erreichbar. Prüfe deshalb am besten eine Adresse, die nur dann 200 liefert, wenn wirklich alles funktioniert, zum Beispiel einen eigenen Statusendpunkt, der auch die Datenbank fragt.

TCP: nimmt der Port Verbindungen an?

Für Dienste ohne Webseite, etwa Mailserver oder Datenbanken. Die Prüfung baut eine Verbindung zu Host und Port auf und schließt sie wieder. Ob der Dienst dahinter richtig arbeitet, sagt sie nicht.

Ping: lebt der Rechner?

Ping zeigt, ob ein Host im Netz antwortet. Ein Webserver kann aber abgestürzt sein, während der Rechner weiter auf Ping reagiert, und manche Netze blockieren Ping ganz. Als alleinige Prüfung für eine Website taugt Ping daher nicht.

DNS: lässt sich der Name auflösen?

Ist die Domain abgelaufen oder ein Eintrag falsch gesetzt, scheitert jeder Besuch schon vor der ersten Anfrage. Eine DNS-Prüfung fängt genau das ab.

Kombinieren statt raten

Für eine wichtige Anwendung lohnen sich mehrere Monitore: HTTP für die Seite, die Kunden sehen, TCP für die Datenbank dahinter. Fällt nur einer aus, weißt du sofort, wo du suchen musst.